Rehbraten Niedrigtemperatur - Butterweich und gelingsicher

Rehbraten Niedrigtemperatur - Butterweich und gelingsicher

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Rehbraten Niedrigtemperatur

Butterweich in 3 Stunden – die Niedrigtemperatur-Methode macht Rehbraten perfekt rosa und saftig. Für besondere Anlässe und Festessen. Gelingsicher mit Thermometer!

Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 2-3 Stunden
Portionen 5 Portionen
Schwierigkeit Mittel

Echtes Wild für dein Rezept

Das Rehfleisch für dieses Rezept stammt aus drei Revieren der Bayerischen Staatsforsten in Franken — alle innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit zum Bio-Hof Reich. Johannes erlegt jedes Tier selbst und zerlegt es per Hand, nach mehrtägiger Reifung in unserer hofeigenen Kühlzelle. Frisch auf Vorbestellung oder schockgefrostet bei −40°C aus eigener Gefrierzelle — immer direkt vom Jäger, nie aus dem Großhandel.

Rehbraten Niedrigtemperatur – die Königsdisziplin der Wildküche! Bei nur 80°C im Ofen wird der Braten butterweich und gleichmäßig rosa. Die sanfte Garzeit macht das Fleisch zart und saftig. Kein Austrocknen, keine Fehler – mit Fleischthermometer ist diese Methode absolut gelingsicher.

Perfekt für besondere Anlässe: Weihnachten, Geburtstage oder Festessen. Der Braten schmeckt unglaublich zart und beeindruckt jeden Gast. Die Niedrigtemperatur-Methode verzeiht Fehler und macht Sonntagsbraten zum Kinderspiel. WILD. ECHT. GANZ.

Zutaten für 5 Portionen

Für den Braten

  • 1kg Rehbraten (Keule oder Schulter)
  • 3 EL Butterschmalz
  • Salz & schwarzer Pfeffer

Für das Schmoren

  • 2 Zwiebeln (grob gewürfelt)
  • 2 Karotten (grob gewürfelt)
  • 1 Sellerie (grob gewürfelt)
  • 200ml Rotwein
  • 200ml Wildfond
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Zweige Thymian
  • 2-3 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt

Beilagen

  • Rotkohl
  • Semmelknödel oder Kartoffeln
  • Preiselbeeren

Tipps vom Jäger

Die Niedrigtemperatur-Methode ist die sicherste Art, einen perfekten Rehbraten zu machen – wenn du diese Punkte beachtest:

Ofen exakt vorheizen. 80°C muss wirklich 80°C sein. Viele Haushaltsöfen weichen um 10–15°C ab. Ein separates Ofenthermometer (gibt es für 5€) ist die beste Investition, die du für diese Methode machen kannst. Bei zu hoher Temperatur wird das Fleisch grau statt rosa.

Scharfes Anbraten VOR dem Ofen, nicht danach. Das Fleisch in heißem Butterschmalz von allen Seiten scharf anbraten (2 Minuten pro Seite), dann erst in den niedrig temperierten Ofen. So entsteht die Kruste, ohne dass das Fleisch im Ofen austrocknet. Unser Rehbraten hat die perfekte Größe für diese Methode.

Fleischthermometer nutzen. Bei 80°C Ofentemperatur gibt es keinen festen Zeitplan – es hängt von der Dicke des Bratens ab. 54°C Kerntemperatur = rosa (perfekt für Reh). 58°C = medium. Das Thermometer stecken und vergessen, es piepst, wenn es soweit ist.

Nicht in Alufolie wickeln. Anders als bei Hochtemperatur-Methoden: Bei Niedrigtemperatur braucht das Fleisch keine Ruhezeit in Folie. Es ist bereits so gleichmäßig gegart, dass du es direkt anschneiden kannst. Folie würde die knusprige Kruste nur aufweichen.

Variationen & Abwandlungen

Sous-Vide Rehbraten (noch präziser): Wer ein Sous-Vide-Gerät hat: den Rehbraten vakuumieren und bei exakt 56°C für 3 Stunden garen. Dann kurz in der heißen Pfanne oder mit dem Bunsenbrenner anrösten. Das Ergebnis ist unfassbar gleichmäßig – von Rand bis Rand perfekt rosa. Kein Ofen notwendig.

Mit Kräuterkruste: Nach dem Anbraten eine Mischung aus frischen Kräutern (Rosmarin, Thymian, Petersilie), Panko, Parmesan und weicher Butter auf den Braten drücken. Im Niedrigtemperatur-Ofen wird die Kruste langsam fest, ohne zu verbrennen. Am Ende kurz unter dem Grill gratinieren für extra Knusprigkeit.

Asiatisch glasiert: Statt klassischer Vorbereitung den Rehbraten in einer Mischung aus Sojasauce, Honig, Sesamöl und Fünf-Gewürze-Pulver marinieren. Nach dem Anbraten im Niedrigtemperatur-Ofen garen und zum Schluss die Marinade als Glasur einkochen. Dazu Jasminreis und gebratener Pak Choi.

Welches Stück vom Wild eignet sich am besten?

Für die Niedrigtemperatur-Methode eignen sich kompakte, gleichmäßig geformte Stücke am besten:

Rehbraten aus der Keule (unsere Empfehlung): Unser Rehbraten (1 kg) aus der Keule ist ideal für Niedrigtemperatur. Gleichmäßige Dicke, feinfaserig, wird bei 80°C butterweich. Für 4–5 Personen die perfekte Größe.

Rehrücken (das Premiumstück): Der Rehrücken funktioniert hervorragend im Niedrigtemperatur-Ofen. Noch zarter als die Keule, dafür weniger Eigengeschmack. Braucht weniger Zeit (ca. 45 Minuten bei 80°C für 500g). Ideal für ein elegantes Dinner zu zweit.

Hirschbraten (die größere Variante): Wer mehr Gäste hat, nimmt unseren Hirschbraten. Gleiche Methode, etwas mehr Eigengeschmack, braucht entsprechend länger im Ofen. Für 5–6 Personen perfekt.

Nicht geeignet: Stücke mit viel Bindegewebe (Schulter, Hals, Haxe) – die brauchen hohe Temperaturen und lange Schmorzeiten. Im Niedrigtemperatur-Ofen wird das Bindegewebe nicht weich, sondern bleibt zäh.

Die perfekten Beilagen

Kartoffelgratin: Dünn geschnittene Kartoffeln, Sahne, Knoblauch und Gruyère – bei 180°C im Ofen, während der Rehbraten seine Zeit bei Niedrigtemperatur bekommt. Die cremige Reichhaltigkeit des Gratins ergänzt das zarte, magere Rehfleisch perfekt. Kann parallel im zweiten Ofen oder vorab zubereitet werden.

Glasierte Möhren: Möhren in Butter und Honig langsam glasieren, bis sie karamellisiert und weich sind. Die natürliche Süße der Möhren harmoniert wunderbar mit dem milden Rehgeschmack. Einfach, elegant und auf jedem Teller ein farblicher Hingucker.

Selleriepüree mit Trüffel: Knollensellerie mit Sahne püriert, ein paar Tropfen Trüffelöl und weißer Pfeffer. Leichter als Kartoffelpüree und mit einer erdigen Eleganz, die perfekt zum Niedrigtemperatur-Braten passt. Das Püree kann 30 Minuten vorher gemacht und warmgehalten werden.

Rotwein-Jus: Bratensatz mit gutem Rotwein und Wildfond ablöschen, um zwei Drittel einkochen, durch ein Sieb gießen und mit einem Stück kalter Butter aufmontieren. Die konzentrierte Jus bringt den Rehbraten geschmacklich auf ein neues Level. Unsere Wildknochen liefern die Grundlage für einen intensiven Fond.

Welcher Wein passt dazu?

Spätburgunder Reserve aus der Pfalz oder Baden: Ein gereifter deutscher Spätburgunder mit Aromen von Sauerkirsche, Waldboden und dezenter Eiche ist der ideale Begleiter zum butterweichen Rehbraten. Die seidige Textur des Weins spiegelt die Zartheit des Fleisches wider. Nicht zu schwer, nicht zu leicht – genau richtig.

Alternativ: Volnay oder Pommard aus dem Burgund: Wer etwas mehr investieren möchte – ein roter Burgunder aus Volnay (elegant, seidig) oder Pommard (kräftiger, erdiger) ist die klassische Kombination zu rosa gebratenem Wild. Die Finesse des Weins unterstreicht die Qualität des Fleisches.

Warum Niedrigtemperatur?

Bei 80°C gart das Fleisch langsam und gleichmäßig. Keine übergarten Ränder, kein trockenes Fleisch. Das Ergebnis: butterweich, saftig und schön rosa. Entscheidend ist die Kerntemperatur – mit Fleischthermometer ist diese Methode absolut gelingsicher!

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Zubereitung

Schritt 1: Fleisch temperieren (1 Std. vorher)

Nehmen Sie den Braten mindestens 1 Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank. Er sollte Raumtemperatur haben, damit er gleichmäßig gart.

Tupfen Sie den Braten trocken und würzen Sie ihn großzügig mit Salz und Pfeffer auf allen Seiten.

Einsteiger-Tipp

Raumtemperatur ist entscheidend! Kaltes Fleisch braucht länger im Ofen und gart ungleichmäßig. 1 Stunde bei Zimmertemperatur macht einen riesigen Unterschied!

Schritt 2: Ofen auf 80°C vorheizen

Heizen Sie den Backofen auf genau 80°C Ober-/Unterhitze vor. Verwenden Sie kein Umluft – die Niedrigtemperatur-Methode funktioniert am zuverlässigsten mit Ober-/Unterhitze.

Stellen Sie ein Ofenthermometer in den Ofen, um die Temperatur zu überprüfen – viele Öfen sind ungenau.

Warum genau 80°C?

Bei 80°C gart das Rehfleisch besonders schonend und gleichmäßig. So bleibt der Braten saftig und rosa – perfekt für Einsteiger, solange Sie die Kerntemperatur mit dem Thermometer prüfen.

Schritt 3: Braten scharf anbraten (5 Min.)

Erhitzen Sie Butterschmalz in einem Bräter oder großen Topf auf hoher Stufe. Braten Sie den Rehbraten von allen Seiten goldbraun an – insgesamt ca. 5 Minuten.

Nehmen Sie den Braten heraus und stellen Sie ihn beiseite.

Profi-Tipp

Das scharfe Anbraten erzeugt Röstaromen (Maillard-Reaktion), die später in die Sauce übergehen. Dieser Schritt ist wichtig für den Geschmack – überspringen Sie ihn nicht!

Schritt 4: Gemüse anschwitzen & Braten einlegen (3 Min.)

Geben Sie das grob gewürfelte Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Sellerie) in den Bräter und schwitzen Sie es 3 Minuten an.

Legen Sie den angebratenen Rehbraten auf das Gemüsebett. Das Gemüse dient als Aromabasis und verhindert, dass der Braten am Boden ansetzt.

Warum Gemüse?

Das Gemüse gibt Geschmack an die Sauce ab und hebt den Braten leicht an – so gart er gleichmäßig und brennt nicht an!

Schritt 5: Mit Flüssigkeit sanft garen (ca. 2-3 Std. bei 80°C)

Gießen Sie Rotwein und Wildfond in den Bräter. Fügen Sie Rosmarin, Thymian, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt hinzu.

Setzen Sie den Deckel auf den Bräter und schieben Sie ihn in den vorgeheizten Ofen (80°C). Die Flüssigkeit soll nicht sprudelnd kochen, sondern nur sanft aromatisieren.

Garen Sie den Braten ca. 2-3 Stunden. Wenden Sie ihn gelegentlich und übergießen Sie ihn mit dem Bratensaft. Entscheidend ist die Kerntemperatur: Bei 58°C ist der Braten medium und noch saftig.

Warum so sanft garen?

Die niedrige Temperatur gart das magere Rehfleisch gleichmäßig und verhindert, dass es trocken wird. Das Thermometer ist dabei wichtiger als die Uhr – je nach Form und Dicke kann die Garzeit variieren.

Schritt 6: Ruhen lassen (10 Min.)

Nehmen Sie den Braten bei 58°C Kerntemperatur aus dem Ofen und lassen Sie ihn 10 Minuten locker abgedeckt ruhen. Nicht fest in Alufolie einwickeln – sonst gart er zu stark nach.

In dieser Zeit verteilt sich der Fleischsaft gleichmäßig. Der Braten bleibt saftig und lässt sich anschließend sauber aufschneiden.

Profi-Tipp

Wenn Sie eine stärkere Kruste möchten, braten Sie den Braten vor dem Ofengaren besonders sorgfältig rundherum an – das ist schonender als ein heißes Finish am Ende.

Schritt 7: Sauce passieren & servieren

Gießen Sie den Bratensaft durch ein feines Sieb. Entfernen Sie Gemüse und Kräuter. Die Sauce sollte sämig und glänzend sein.

Schneiden Sie den Braten in Scheiben und arrangieren Sie ihn auf einer Platte. Gießen Sie die Sauce darüber und servieren Sie mit Rotkohl, Semmelknödeln und Preiselbeeren.

Optionale Verfeinerung

Rühren Sie 1-2 EL Preiselbeeren in die Sauce – das gibt eine leichte Süße und passt perfekt zu Wild!


Tipps & Tricks für perfekten Rehbraten

Kann ich den Braten vorbereiten?

Sie können den Braten anbraten, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Am nächsten Tag 1 Stunde temperieren, dann wie gewohnt im Ofen garen. Spart Zeit am Festtag!

Kann ich Hirschbraten statt Rehbraten nehmen?

Absolut! Hirschbraten funktioniert genauso. Er ist minimal kräftiger im Geschmack, aber die Garzeit ist identisch. Für rosa bis medium: 56-58°C Kerntemperatur. Für deutlich durchgegart: maximal 60-62°C Kerntemperatur.

Was, wenn ich kein Fleischthermometer habe?

Ohne Thermometer ist Niedrigtemperatur-Garen fast unmöglich. Ein digitales Thermometer kostet 15-30€ und ist die beste Investition. Faustregel: 2-3 Stunden bei 80°C für 1,5 kg Braten.

Kann ich den Braten auch bei höherer Temperatur garen?

Nicht empfehlenswert! Bei höheren Temperaturen (160°C+) wird der Braten außen trocken, bevor er innen gar ist. Die Niedrigtemperatur-Methode ist schonender und liefert bessere Ergebnisse.

Welche Beilagen passen am besten?

Klassisch: Kartoffelklöße oder Schupfnudeln + Rotkraut + Preiselbeeren. Modern: Trüffel-Püree + Rosenkohl. Premium: Fondant-Kartoffeln + glasierte Karotten. Die Sauce ist so gut – Sie brauchen viele Beilagen zum Auftunken!

Der wichtigste Tipp für Einsteiger

Vertrauen Sie dem Thermometer! Die Niedrigtemperatur-Methode funktioniert nur, wenn Sie die Kerntemperatur exakt messen. Bei 58°C aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen und dann anschneiden. Das ist der Schlüssel zum saftigen Rehbraten!


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Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält sich fertiger Rehbraten im Kühlschrank?

Fertiger Braten: 3-4 Tage im Kühlschrank (gut abgedeckt, unter 4°C). Zum Aufwärmen in Alufolie bei 120°C 20-30 Min erwärmen.

Schmeckt Niedrigtemperatur-Braten wirklich besser?

Ja, deutlich! Das Fleisch ist gleichmäßig rosa, butterweich und saftig. Bei normaler Brattemperatur (180°C+) wird der Rand grau und trocken. Niedrigtemperatur ist die Profi-Methode – das schmeckt man!

Was ist der Unterschied zu normalem Braten?

Normal: Hohe Temperatur (180-200°C), 60-90 Min Garzeit, Rand oft trocken. Niedrigtemperatur: 80°C, 2-3 Stunden, gleichmäßig rosa von außen bis innen. Der Aufwand lohnt sich – das Ergebnis ist unvergleichlich!

Kann ich den Braten einfrieren?

Rohen Braten: Ja, hält sich 6-9 Monate. Über Nacht im Kühlschrank auftauen. Gegarten Braten: Nicht empfehlenswert – er wird beim Aufwärmen trocken. Besser frisch zubereiten!

Woher weiß ich, ob das Fleisch frisch ist?

Frischer Rehbraten ist dunkelrot, fest und riecht angenehm nach Wild – nie säuerlich oder fischig. Vakuumverpacktes Fleisch von WEIDEWILD wird direkt nach der Jagd verarbeitet und ist immer frisch.


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Herzlichen Glückwunsch – Sie haben gerade Ihren ersten Rehbraten Niedrigtemperatur gemacht! Butterweich, perfekt rosa und saftig. Diese Methode macht Wildbraten zum Festessen-Highlight. Servieren Sie ihn mit Klößen und Rotkraut und genießen Sie die Komplimente Ihrer Gäste. WILD. ECHT. GANZ.

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