Schonzeiten beim Wild: Warum es sie gibt und warum sie so wichtig sind
Schonzeiten beim Wild: Warum es sie gibt und warum sie so wichtig sind
Von Jagdzeiten über Artenschutz bis zur Frage: Warum gibt es Wildfleisch nicht das ganze Jahr frisch?
Wer Wildfleisch kauft, stößt früher oder später auf den Begriff Schonzeit. Manche Produkte sind nur saisonal verfügbar, andere das ganze Jahr als Tiefkühlware. Aber warum eigentlich?
Schonzeiten sind kein bürokratischer Unsinn — sie sind der Grund, warum es in Deutschland überhaupt noch gesunde Wildbestände gibt. Und sie sind ein wesentlicher Teil dessen, was Wildfleisch so besonders macht: echte Nachhaltigkeit.
Was sind Schonzeiten?
Schonzeiten sind gesetzlich festgelegte Zeiträume, in denen bestimmte Wildarten nicht bejagt werden dürfen. Sie sind im Bundesjagdgesetz und den jeweiligen Landesjagdgesetzen geregelt — und sie gelten ausnahmslos.
- Sie schützen Wildtiere während Paarung, Geburt und Aufzucht der Jungtiere
- Sie variieren nach Wildart, Geschlecht, Alter und Bundesland
- Kein Jäger darf in dieser Zeit schießen — egal wie groß die Nachfrage
- Die genauen Termine werden von den Landesjagdbehörden festgelegt
Schonzeit = Die Natur bekommt eine Pause
Kein Jäger darf in dieser Zeit schießen — egal wie viel Nachfrage besteht. Die Schonzeit ist nicht verhandelbar. Sie schützt die Tiere dann, wenn sie es am meisten brauchen: während sie ihre Jungen aufziehen.
Warum gibt es Schonzeiten? Die 4 wichtigsten Gründe
- Schutz der Fortpflanzung Während der Setz- und Brutzeit (Frühling/Sommer) bringen Wildtiere ihre Jungen zur Welt. Wenn Elterntiere in dieser Phase erlegt werden, verhungern die Kitze und Kälber. Die Schonzeit stellt sicher, dass jede Generation eine faire Chance bekommt.
- Erhaltung gesunder Bestände Ohne Schonzeiten würden Populationen zusammenbrechen. Die Pause gibt dem Bestand Zeit sich zu regenerieren — Jahr für Jahr. So bleibt das Gleichgewicht stabil.
- Ökologisches Gleichgewicht Wild reguliert den Wald: Verbiss steuert das Pflanzenwachstum. Zu wenig Wild — der Wald verändert sich. Zu viel Wild — Jungbäume werden gefressen. Die kontrollierte Jagd mit Schonzeiten hält dieses System in Balance.
- Tierschutz Im Winter haben Wildtiere ohnehin Stress durch Kälte und Nahrungsmangel. Zusätzlicher Jagddruck wäre unverantwortlich. Die Schonzeit gibt den Tieren die Ruhe, die sie zum Überleben brauchen.
In Deutschland fehlen natürliche Fressfeinde wie Wolf, Bär und Luchs weitgehend. Die Jagd übernimmt diese Rolle — aber kontrolliert und mit Pausen. Schonzeiten sind das Instrument, das nachhaltige Jagd erst möglich macht.
Jagd- und Schonzeiten in Bayern
Die konkreten Jagd- und Schonzeiten variieren je nach Bundesland. Hier die wichtigsten Zeiten für Bayern — dem Bundesland, aus dem unser Wild stammt:
| Wildart | Jagdzeit | Schonzeit |
|---|---|---|
| Rehbock | 16. April – 15. Oktober | 16. Okt – 15. April |
| Rehgeiß & Kitze | 1. September – 15. Januar | 16. Jan – 31. August |
| Rothirsch (Hirsch) | 1. August – 31. Januar | 1. Feb – 31. Juli |
| Rotwild (Kälber) | 1. August – 31. Januar | 1. Feb – 31. Juli |
| Sikawild | 1. August – 31. Januar | 1. Feb – 31. Juli |
| Wildschwein | Ganzjährig (Keiler & Überläufer) | Bachen mit Frischlingen geschützt |
Weidewild arbeitet mit Jägern aus Franken (Bayern). Die Jagdzeiten oben gelten direkt für unser Fleisch. Deshalb gibt es frisches Reh z.B. erst wieder ab Mitte April. Tiefgekühltes Reh ist aber das ganze Jahr verfügbar.
Was bedeutet das für dein Wildfleisch?
Die Schonzeiten haben direkte Auswirkungen darauf, welches Wildfleisch wann verfügbar ist:
- Frischfleisch ist saisonal — Rehbock gibt es frisch ab Mitte April/September, Hirsch ab August. Außerhalb der Jagdzeit gibt es kein frisches Wild.
- Tiefkühlware ist ganzjährig verfügbar — Fleisch aus der letzten Jagdsaison wird vakuumiert und tiefgekühlt. Die Qualität bleibt top — professionell verarbeitet ist TK-Wild geschmacklich identisch mit Frischfleisch.
- Verarbeitete Produkte wie Bratwurst, Salami und Schinken sind ebenfalls ganzjährig verfügbar, da sie aus der Jagdsaison produziert und haltbar gemacht werden.
TK vs. Frisch — kein Qualitätsunterschied
Professionell vakuumiertes und schockgefrostetes Wildfleisch ist in Geschmack und Nährstoffen praktisch identisch mit Frischfleisch. Viele Spitzenköche bevorzugen sogar TK-Wild, weil die Reifung im Vakuum den Geschmack intensiviert.
Wildfleisch das ganze Jahr genießen
Egal ob Jagdsaison oder Schonzeit — bei Weidewild bekommst du hochwertiges Wildfleisch. Vakuumverpackt, schockgefrostet, direkt vom Jäger.
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Nachhaltige Jagd — Warum Wildfleisch das bessere Fleisch ist
Wildfleisch ist nicht nur lecker — es ist eines der nachhaltigsten Lebensmittel, die es gibt. Warum? Weil das Tier bereits da ist und nicht extra produziert wird.
- Keine Massentierhaltung — Wild lebt frei in der Natur und frisst, was der Wald hergibt. Keine Ställe, keine Enge, kein Leid.
- Kein Kraftfutter, keine Antibiotika — Null. Wild ist per Definition Bio, auch ohne Label. Kein Tier bekommt natürlicheres Futter.
- CO2-Fußabdruck minimal — Kein Stall, kein Transport zum Schlachthof, keine Gülle-Problematik. Der ökologische Fußabdruck ist verschwindend gering.
- Kurze Wege — Vom Wald direkt zum Jäger, vom Jäger direkt zu dir. Kürzer geht es nicht.
- Regulierung statt Ausrottung — Jäger entnehmen nur so viel wie der Bestand hergibt. Der Abschussplan wird von der Behörde genehmigt und kontrolliert.
Wildfleisch ist eines der nachhaltigsten Lebensmittel überhaupt. Kein anderes Fleisch hat einen so geringen ökologischen Fußabdruck — weil das Tier bereits da ist und nicht extra produziert wird.
Wie Weidewild nachhaltig arbeitet
Nachhaltigkeit ist bei Weidewild kein Marketing-Buzzword — es ist die Grundlage unseres Geschäfts:
- Fleisch ausschließlich von lokalen Jägern aus Franken — keine anonymen Lieferketten
- Keine Gatterhaltung — nur Wild aus freier Wildbahn, das frei gelebt hat
- Johannes (unser Jäger) kennt sein Revier, seine Tiere und die Population persönlich
- Abschussplan = nur so viel entnehmen wie nachwächst. Nicht mehr, nicht weniger.
- Kurze Kühlkette: Erlegung → Verarbeitung → Vakuumierung → Versand. Alles in einer Hand.
Nachhaltigkeit, die man schmeckt
Bei Weidewild weißt du woher dein Fleisch kommt. Nicht aus einer anonymen Fabrik, sondern von einem Jäger, der seine Tiere kennt. Das ist Nachhaltigkeit, die man schmeckt — und der man vertrauen kann.
Häufig gestellte Fragen
Warum gibt es Reh nicht das ganze Jahr frisch?
Wegen der Schonzeit. Rehwild hat in Bayern von Januar bis April (Rehgeiß) bzw. Oktober bis April (Rehbock) Schonzeit. In dieser Zeit darf nicht gejagt werden. Tiefgekühltes Reh ist aber ganzjährig verfügbar — vakuumiert und schockgefrostet in Top-Qualität.
Ist Wildfleisch nachhaltig?
Ja — eines der nachhaltigsten Fleischprodukte überhaupt. Keine Haltung, kein Futter, keine Medikamente, minimaler CO2-Fußabdruck. Das Tier lebt frei in der Natur und wird nicht extra produziert. Nachhaltiger geht Fleisch nicht.
Was passiert, wenn ein Jäger in der Schonzeit jagt?
Das ist ein Verstoß gegen das Jagdgesetz. Es drohen Bußgelder bis 5.000€ und der Entzug des Jagdscheins. Die Einhaltung wird streng kontrolliert — durch Jagdbehörden, andere Jäger und die Revierverantwortlichen.
Ist Wildfleisch Bio?
De facto ja — Wild frisst nur natürliche Nahrung und lebt komplett frei. Offiziell gibt es allerdings kein „Bio-Siegel" für Wildfleisch, weil die EU-Bio-Verordnung nur für gehaltene Tiere gilt. Aber: Natürlicher als Wild geht es nicht.
Warum ist Wildfleisch teurer als Supermarkt-Fleisch?
Weil es kein Massenprodukt ist. Jedes Stück wird einzeln erlegt, verarbeitet und versendet. Dazu kommt Kühlversand (DPD Food Express). Dafür bekommst du Qualität, die kein Supermarkt bieten kann — und ein Tier, das ein echtes, freies Leben hatte.
Was ist der Unterschied zwischen Wild aus Gatterhaltung und freier Wildbahn?
Gatterwild lebt in eingezäunten Gehegen und wird gefüttert — ähnlich wie Nutztiere. Freies Wild lebt komplett in der Natur, frisst natürlich und bewegt sich frei. Geschmack und Nährwerte unterscheiden sich deutlich. Weidewild verkauft ausschließlich Wild aus freier Wildbahn.
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