Ist Wildfleisch gesund? Nährwerte & 10 Vorteile vom Jäger
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Ist Wildfleisch gesund? Die Nährwerte im Vergleich
Hirsch, Reh oder Wildschwein – ist Wildfleisch wirklich gesünder als Rindfleisch? Die Antwort ist ein klares Ja! Entdecke 10 Punkte zu Nährwerten, Omega-3-Fettsäuren und Nachhaltigkeit.
Hirsch, Reh oder Wildschwein – ist Wildfleisch wirklich gesünder als Rindfleisch? Die Antwort ist ein klares Ja! In diesem Artikel findest du die Nährwerte von Wild im Vergleich zu Rind, Schwein und Hähnchen — mit Quelle. Von Nährwerten über Omega-3-Fettsäuren bis hin zur Nachhaltigkeit – wir zeigen dir, was Wild so besonders macht.
Warum boomt Wildfleisch gerade jetzt?
Immer mehr Menschen entdecken Wildfleisch für sich – und das aus gutem Grund. Während der Fleischkonsum in Deutschland insgesamt sinkt (von 60 kg pro Jahr auf heute 53 kg), steigt die Nachfrage nach hochwertigem, nachhaltigem Wildfleisch stetig an.
Die Gründe sind klar:
- Gesundheitsbewusste suchen nach proteinreichen, fettarmen Alternativen
- Sportler schätzen den hohen Eiweißgehalt (perfekt für Muskelaufbau!)
- Umweltbewusste wollen CO₂-armes Fleisch ohne Massentierhaltung
- Feinschmecker lieben den intensiven, natürlichen Geschmack
Doch stimmt es wirklich, dass Wildfleisch so gesund ist? Schauen wir uns die Fakten an!
Fakt 1: Wildfleisch ist proteinreich
Wildfleisch ist proteinreich — auf dem Niveau von magerem Rind, Schwein und Hähnchenbrust, bei geringerem Fettgehalt als die meisten Rindzuschnitte.
Die Zahlen sprechen für sich:
| Fleischart | Protein je 100 g |
|---|---|
| Rehrücken | 22,4 g |
| Rehkeule | 21,4 g |
| Hirsch | 20,6 g |
| Rind, mager | 20,9 g |
| Schwein, mager | 22,2 g |
| Hähnchenbrustfilet | 23,3 g |
Warum ist das wichtig?
Protein ist essentiell für:
- Muskelaufbau & -erhalt (besonders für Sportler!)
- Sättigung (lange satt, weniger Heißhunger)
- Stoffwechsel (Protein verbrennt mehr Kalorien bei der Verdauung)
- Regeneration (wichtig nach Sport, Verletzungen, im Alter)
Ein 200-g-Hirschsteak liefert rund 41 g Protein.
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Fakt 2: Wildfleisch ist fettarm
Mit 1,2 bis 3,5 g Fett je 100 g gehört Wild zu den mageren Fleischsorten.
Fettvergleich (pro 100g):
| Fleischart | Fett je 100 g |
|---|---|
| Rehkeule | 1,2 g |
| Hirsch | 3,3 g |
| Rehrücken | 3,5 g |
| Wildschwein | 9,3 g |
| Rind, mager | 4,5 g |
| Rind, Keule | 7,1 g |
| Schwein, mager | 1,9 g |
| Hähnchenbrustfilet | 1,8 g |
Warum ist das gesund?
- Kalorien: Hirsch 112 kcal, Reh 97–122 kcal je 100 g — mageres Rind liegt bei 124 kcal, fettere Zuschnitte deutlich darüber
- Gesättigte Fettsäuren: 1,3 g je 100 g bei Hirsch und Reh, gegenüber 1,9 g bei magerem Rind
- Cholesterin: 65 mg je 100 g
- Fett: Rehkeule 1,2 g, Hirsch 3,3 g, Rehrücken 3,5 g je 100 g
Wichtig zu wissen
Obwohl Wild so mager ist, bleibt es saftig – wenn du es richtig zubereitest! Kurzbraten bei hoher Hitze (medium-rare) ist der Schlüssel.
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Fakt 3: Reich an Eisen, Zink & Selen
Wildfleisch ist eine Nährstoffbombe – besonders wenn es um Spurenelemente geht.
Mikronährstoffe im Vergleich (pro 100g):
| Nährstoff je 100 g | Hirsch | Reh | Rind, mager |
|---|---|---|---|
| Eisen | 2,3 mg | 3,0 mg | 2,2 mg |
| Zink | 3,2 mg | 3,2 mg | 4,3 mg |
| Vitamin B12 | 4,6 µg | 4,6 µg | 5,0 µg |
Beim Eisen liegt Reh vorn, beim Zink und beim Vitamin B12 mageres Rind. Selenwerte führt der Bundeslebensmittelschlüssel für diese Fleischarten nicht, deshalb steht hier keine Zahl.
Was bewirken diese Nährstoffe?
EISEN:
- Transport von Sauerstoff im Blut
- Wichtig bei Eisenmangel (betrifft 20% der Frauen!)
- Verbessert Ausdauer und Konzentration
- Eine 200-g-Portion Reh liefert rund 6 mg Eisen
ZINK:
- Stärkt das Immunsystem (weniger Erkältungen!)
- Wichtig für Wundheilung & gesunde Haut
- Unterstützt Testosteronproduktion bei Männern
- Hilft bei Haarausfall & brüchigen Nägeln
SELEN:
- Starkes Antioxidans (schützt vor freien Radikalen)
- Wichtig für Schilddrüsenfunktion
- Unterstützt Immunabwehr
Vitamin B12:
- Unverzichtbar für Nervensystem & Gehirn
- Wichtig für Blutbildung
- Viele Veganer/Vegetarier haben B12-Mangel
- Hilft gegen Müdigkeit & Erschöpfung
Wild aus freier Wildbahn hat deutlich höhere Nährstoffdichten als Fleisch aus Stallhaltung – weil die Tiere sich natürlich ernähren (Gräser, Kräuter, Knospen statt Kraftfutter)!
Fakt 4: Omega-3-Fettsäuren wie bei Fisch
Überraschung: Wildfleisch enthält Omega-3-Fettsäuren – ähnlich wie fetter Seefisch!
Warum hat Wild Omega-3?
Wild lebt draußen und frisst natürliche, omega-3-reiche Nahrung:
- Wildkräuter (Löwenzahn, Spitzwegerich)
- Gräser (reich an Alpha-Linolensäure)
- Knospen & Blätter (natürliche Omega-3-Quellen)
Stallvieh hingegen bekommt Kraftfutter (Mais, Soja) – das ist reich an Omega-6, aber arm an Omega-3.
Das ideale Omega-3:Omega-6-Verhältnis
Wildlebende Wiederkäuer haben ein günstigeres Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren als kraftfuttergemästete Tiere. Konkrete Zahlen schwanken stark nach Art, Jahreszeit und Äsung; die Größenordnung ist bei Cordain et al. (2002) dokumentiert.
Warum ist das wichtig?
Omega-3-Fettsäuren:
- Unterstützen Gehirnfunktion (wichtig für Konzentration, Gedächtnis)
Studienlage
Die grundlegende Arbeit dazu ist Cordain et al., „Fatty acid analysis of wild ruminant tissues“, European Journal of Clinical Nutrition 56, 181–191 (2002). Sie zeigt für wildlebende Wiederkäuer ein deutlich günstigeres Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren als bei Masttieren. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt von Wildart, Jahreszeit und Äsung ab.
Fakt 5: Keine Antibiotika, keine Hormone
Wildfleisch ist garantiert frei von Medikamenten – aus einem einfachen Grund: Wildtiere leben frei.
Was ist der Unterschied?
| Aspekt | Wildfleisch | Industrie-Fleisch |
|---|---|---|
| Antibiotika | Keine | Häufig eingesetzt |
| Hormone | Keine | Teilweise (je nach Land) |
| Stresshormone | Niedrig | Hoch (Massentierhaltung) |
| Medikamentenrückstände | Keine | Möglich |
Warum ist das problematisch bei Industrie-Fleisch?
ANTIBIOTIKA:
- Ein erheblicher Teil aller eingesetzten Antibiotika entfällt auf die Nutztierhaltung; die Abgabemengen in Deutschland erfasst das BVL jährlich
- Rückstände im Fleisch können Resistenzen fördern
- Multiresistente Keime (MRSA) sind eine wachsende Gefahr
HORMONE:
- In der EU verboten, aber in USA & anderen Ländern erlaubt
- Können Hormonsystem beeinflussen (besonders bei Kindern kritisch)
STRESS:
- Tiere in Massentierhaltung sind chronisch gestresst
- Stresshormone (Cortisol) bleiben im Fleisch
- Können Entzündungen im Körper fördern
Wildfleisch hingegen:
- Tiere leben völlig frei in der Natur
- Ernähren sich natürlich (keine Kraftfutter-Zusätze)
- Werden in freier Wildbahn erlegt (minimaler Stress)
- Keine Medikamente, keine Zusatzstoffe – 100% Natur!
Für Eltern besonders wichtig
Wenn du Wildfleisch für deine Kinder kaufst, weißt du genau: keine Antibiotika, keine Hormone – nur reines, natürliches Fleisch!
Fakt 6: Niedriger Cholesteringehalt
Wildfleisch hat deutlich weniger Cholesterin als Rindfleisch – gut für Herz und Gefäße.
Cholesterinvergleich (pro 100g):
- Hirschfleisch: 65-70mg
- Rehfleisch: 60-65mg
- Rindfleisch: 80-90mg
- Schweinefleisch: 90-100mg
Warum ist das wichtig?
Zu viel Cholesterin (LDL-Cholesterin) kann:
- Arterien verstopfen (Arteriosklerose)
- Herzinfarkt-Risiko erhöhen
- Schlaganfall-Risiko steigern
ABER: Nicht alles Cholesterin ist schlecht! Das Cholesterin in Wildfleisch wird langsam verdaut und hat weniger negative Auswirkungen als das aus stark verarbeitetem Fleisch.
Zusätzlicher Vorteil: Wildfleisch enthält fast keine gesättigten Fettsäuren (0,8g/100g vs. Rind 8-10g) – diese treiben LDL-Cholesterin besonders stark in die Höhe!
Für wen besonders relevant?
- Menschen mit erhöhtem Cholesterin
- Herzpatienten (nach Rücksprache mit Arzt!)
- Diabetiker (niedrige glykämische Last)
- Ältere Menschen (Prävention)
Fakt 7: Wildlebend = natürliche Aufzucht
Wildtiere wachsen völlig frei auf – ohne Stallhaltung, ohne Stress, ohne Kraftfutter.
Was macht wildlebend so besonders?
NATÜRLICHE BEWEGUNG:
- Hirsche legen täglich 10-20km zurück
- Rehe sind ständig in Bewegung
- Ergebnis: Weniger Fett, mehr Muskeln, festeres Fleisch
NATÜRLICHE ERNÄHRUNG:
- Gräser, Wildkräuter, Knospen, Blätter
- Saisonal wechselnd (Vielfalt!)
- Keine Zusatzstoffe, kein Kraftfutter
- Ergebnis: Höhere Nährstoffdichte, besseres Omega-3:6-Verhältnis
STRESSFREIES LEBEN:
- Keine Enge (wie im Stall)
- Keine Transporte (wie bei Schlachtviehtransporten)
- Keine Antibiotika-Gaben
- Ergebnis: Weniger Stresshormone im Fleisch
KURZE TÖTUNGSMOMENTE:
- Professionelle Jäger erlegen Wild mit einem präzisen Schuss
- Das Tier merkt nichts (anders als bei Schlachthof-Transporten)
- Ergebnis: Minimal Adrenalin & Cortisol im Fleisch
Ethik-Bonus
Wenn du Wildfleisch kaufst, unterstützt du KEINE Massentierhaltung – du isst Fleisch von Tieren, die ein freies, artgerechtes Leben hatten.
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Fakt 8: Nachhaltig & CO₂-arm
Wild wächst ohne Futteranbau, ohne Stall und ohne lange Transportwege auf.
Belastbare Vergleichszahlen für den CO₂-Fußabdruck von Wildbret gibt es kaum, weil Wild kein landwirtschaftliches Erzeugnis ist und in den üblichen Ökobilanzen nicht auftaucht. Die Gründe für den geringen Fußabdruck lassen sich aber klar benennen:
Warum ist Wild so klimafreundlich?
1. KEINE FUTTERPRODUKTION:
- Rinder brauchen Unmengen Soja & Mais (oft aus Südamerika, Regenwald!)
- Wild frisst nur, was in der Natur wächst (Gräser, Kräuter)
- Ersparnis: Kein Anbau, kein Transport, keine Pestizide
2. KURZE TRANSPORTWEGE:
- Wild wird regional erlegt & verarbeitet
- Kein Import aus Argentinien/Brasilien (wie oft bei Rind)
- Ersparnis: Keine langen LKW- oder Schiffstransporte
3. KEINE STALLHALTUNG:
- Keine Heizung, keine Belüftung, keine Stallbauten
- Ersparnis: Energiekosten nahezu null
4. JAGD = NATURSCHUTZ:
- Wildbestände müssen reguliert werden (sonst Waldschäden!)
- Jäger leisten aktiven Naturschutz (Biodiversität erhalten)
- Bonus: Wildfleisch ist ein "Nebenprodukt" der Jagd
Wasserverbrauch
Für Wild fällt kein Wasser für Futteranbau und Stallbetrieb an — die beiden größten Posten beim Wasserfußabdruck von Zuchtfleisch.
Fazit: Wer Wildfleisch isst, tut aktiv was fürs Klima – ohne auf Fleisch zu verzichten!
Fakt 9: Vitamine B6 & B12 im Überfluss
Wildfleisch ist reich an B-Vitaminen – besonders B12 und B6, die oft im Mangel sind.
B-Vitamin-Gehalt (pro 100g):
| Vitamin je 100 g | Hirsch und Reh |
|---|---|
| B12 | 4,6 µg |
| B6 | 0,4 mg |
| B3 (Niacin) | 7,4 mg |
Die DGE nennt für Vitamin B12 einen Schätzwert von 4,0 µg pro Tag. 100 g Wild decken diesen Wert damit vollständig.
Was bewirken diese Vitamine?
VITAMIN B12:
- Unverzichtbar für Nervensystem & Gehirn
- Wichtig für Blutbildung (rote Blutkörperchen)
- Hilft gegen Müdigkeit & Erschöpfung
- Unterstützt DNA-Synthese
- Problem: Veganer/Vegetarier haben oft B12-Mangel (da es nur in tierischen Produkten vorkommt)
VITAMIN B6:
- Wichtig für Eiweißstoffwechsel (baut Muskeln auf!)
- Unterstützt Immunsystem
- Reguliert Hormone (z.B. Serotonin = Glückshormon)
- Hilft gegen PMS-Beschwerden
VITAMIN B3 (Niacin):
- Energiestoffwechsel (wandelt Nahrung in Energie um)
- Wichtig für gesunde Haut
- Senkt Cholesterinwerte
- Unterstützt Verdauung
Eine 200-g-Portion Hirschfleisch liefert rund 9 µg Vitamin B12 und damit mehr als das Doppelte des DGE-Schätzwerts von 4,0 µg pro Tag.
Fakt 10: Weniger Kalorien als Rindfleisch
Wildfleisch ist die perfekte Wahl für alle, die abnehmen oder Gewicht halten wollen – ohne auf Fleisch zu verzichten!
Kalorien-Vergleich (pro 100g):
| Fleischart | Kalorien je 100 g |
|---|---|
| Rehkeule | 97 kcal |
| Hirsch | 112 kcal |
| Rehrücken | 122 kcal |
| Hähnchenbrustfilet | 109 kcal |
| Schwein, mager | 105 kcal |
| Rind, mager | 124 kcal |
| Rind, Keule | 148 kcal |
| Wildschwein | 162 kcal |
Warum sind weniger Kalorien gut?
- Kalorienbilanz: Um abzunehmen, musst du weniger Kalorien essen als du verbrauchst
- Sättigung: Wildfleisch hat viel Protein (sättigt lange!), aber wenig Fett (wenig Kalorien)
- Muskelschutz: Beim Abnehmen verliert man oft Muskelmasse – hoher Proteingehalt schützt davor
- Geschmack: Wildfleisch schmeckt intensiver – du brauchst weniger, um satt zu sein
Rechenbeispiel:
Szenario: Du isst 3× pro Woche 200 g Fleisch
Option A: Rindkeule (148 kcal je 100 g)
- 3× 200 g = 600 g pro Woche
- 600 g × 1,48 = 888 kcal pro Woche
Option B: Hirsch (112 kcal je 100 g)
- 3× 200 g = 600 g pro Woche
- 600 g × 1,12 = 672 kcal pro Woche
Unterschied: rund 216 kcal pro Woche, etwa 11.000 kcal im Jahr.
Der Unterschied fällt gegenüber fetteren Zuschnitten deutlich größer aus — gegenüber magerem Rind oder Hähnchenbrust ist er gering.
Für wen ideal?
- Menschen in Diät (Low-Carb, Keto, High-Protein)
- Sportler in Definitionsphase
- Alle, die Gewicht halten wollen ohne zu verzichten
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Kritische Fakten: Was du wissen solltest
Wildfleisch ist gesund – aber es gibt auch Aspekte, die du kennen solltest.
1. Bleibelastung durch Jagdmunition
Problem: Wildtiere werden oft mit bleihaltiger Munition erlegt. Blei ist giftig (Nervengift!).
Wer ist besonders gefährdet?
- Schwangere (Blei schadet Ungeborenem)
- Kinder (entwickelt sich noch, empfindlicher)
- Menschen, die viel Wild essen (> 1kg/Monat)
Was sagt das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung)?
- Schwangere & Kinder sollten vorsichtig sein
- Erwachsene können Wild bedenkenlos essen (in normalen Mengen)
- Tipp: Frage deinen Händler nach der Munition. Bei uns ist die Antwort: bleifrei, ausnahmslos.
Bei WEIDEWILD
- Unsere Jäger jagen ausschließlich mit bleifreier Munition. Damit entfällt der Punkt, den das BfR bei Wildbret kritisch sieht, bei unserem Wild von vornherein.
- Großzügiger Rückschnitt um die Schusswunde
- Wild von unserem Jäger Johannes aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten in Unterfranken — wir wissen bei jedem Stück, woher es kommt
2. Radioaktivität (Cäsium-137)
Hintergrund: Seit Tschernobyl (1986) ist in manchen deutschen Regionen Cäsium-137 im Boden.
Welche Tiere sind betroffen?
- Wildschweine (fressen Pilze & Wurzeln → nehmen Cäsium auf)
- Rehe & Hirsche (deutlich weniger betroffen, da sie Gräser fressen)
Wie hoch ist die Belastung?
- In Bayern & Baden-Württemberg: teilweise noch erhöht
- In Nord- & Ostdeutschland: meist unbedenklich
- Grenzwert: 600 Becquerel/kg (EU)
Was bedeutet das für dich?
- Reh & Hirsch: Meist unbedenklich (deutlich unter 600 Bq/kg)
- Wildschwein: Regional höher (aber wird kontrolliert!)
- Kontrollen: Jäger lassen Wild prüfen, bevor es verkauft wird
Kaufe bei seriösen Händlern (wie WEIDEWILD), die Wild aus kontrollierten Beständen verkaufen!
3. Rotes Fleisch & WHO-Einstufung
Fakt: Die WHO hat 2015 rotes Fleisch als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft (Gruppe 2A).
Was heißt das konkret?
- Rotes Fleisch: Rind, Schwein, Lamm, Wild (alle Säugetiere)
- Risiko steigt: Bei hohem Konsum (> 500g/Woche)
- Besonders kritisch: Verarbeitetes Fleisch (Wurst, Speck)
ABER: Die Studienlage bezieht sich hauptsächlich auf:
- Industriefleisch (Massentierhaltung, stark verarbeitet)
- Sehr hohen Konsum (täglich große Mengen)
- Verarbeitete Produkte (Wurst, gepökelt, geräuchert)
Wildfleisch ist anders:
- Unverarbeitet (frisch, nicht gepökelt)
- Frei von Antibiotika/Hormonen
- Wildlebend (natürliche Aufzucht)
- Nährstoffreicher (mehr Omega-3, weniger Fett)
Einordnung: Die DGE empfiehlt für Fleisch und Wurst zusammen höchstens 300 bis 600 g pro Woche. Wild ist davon keine Ausnahme, sondern Teil dieser Menge. Wer regelmäßig Wild isst, sollte zusätzlich die BfR-Hinweise zu bleihaltiger Munition beachten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
In einigen Punkten ja, in anderen nicht:
- Fett: Rehkeule 1,2 g, Hirsch 3,3 g, Rehrücken 3,5 g je 100 g gegenüber 4,5 g bei magerem Rind und 7,1 g bei der Rindkeule
- Gesättigte Fettsäuren: 1,3 g gegenüber 1,9 g je 100 g
- Protein: etwa gleichauf — 20,6 bis 22,4 g gegenüber 20,9 g
- Eisen: Reh liegt mit 3,0 mg vor Rind mit 2,2 mg; Hirsch liegt mit 2,3 mg gleichauf
- Zink und Vitamin B12: hier liegt mageres Rind vorn (4,3 mg und 5,0 µg gegenüber 3,2 mg und 4,6 µg)
- Keine Antibiotika, keine Masthormone
Allerdings gibt es kritische Punkte (Blei, Radioaktivität), die du beachten solltest – besonders bei Schwangeren & Kindern.
Die DGE empfiehlt für Fleisch und Wurst zusammen höchstens 300 bis 600 g pro Woche. Wild zählt in diese Menge hinein und ist keine Ausnahme davon.
Der Blei-Vorbehalt des BfR bezieht sich auf Wild, das mit bleihaltiger Munition erlegt wurde. Unsere Jäger jagen ausschließlich bleifrei.
Das hängt von der Wildart ab:
- Hirsch: Kräftig, nussig, aromatisch (nicht streng!)
- Reh: Fein, delikat, zart (wenig Wildaroma)
- Wildschwein: Intensiv, würzig (am kräftigsten)
Tipp: Wenn du Wild zum ersten Mal probierst, starte mit Reh oder Hirsch – beide sind mild und nicht streng!
Zubereitung macht den Unterschied:
- Marinieren (Rotwein, Wacholder) nimmt Wildgeschmack
- Preiselbeeren/Cranberrys dazu servieren (süß-herb harmoniert perfekt)
- Nicht zu lange braten (sonst wird's zäh!)
Probiere: Schnupper-Paket 2kg – Hirsch + Reh im direkten Vergleich!
Ja, aber:
- Wildfleisch: 40-50€/kg
- Rindfleisch (Bio): 25-35€/kg
- Rindfleisch (Discounter): 8-15€/kg
ABER: Du isst weniger Wildfleisch, weil es:
- Intensiver schmeckt (kleinere Portionen reichen)
- Mehr Protein hat (sättigt länger)
- Keine Verschwendung (100% Verwertung)
Rechenbeispiel: Eine 150g-Portion Wild (7,50€) sättigt genauso wie 250g Rindfleisch (6,25€ im Discounter) – der Preisunterschied ist also geringer als gedacht!
Option 1: Online bei WEIDEWILD (unsere Empfehlung!)
- Direkt vom Jäger
- Nose-to-Tail Prinzip (100% Verwertung)
- Transparente Herkunft
- Versandkostenfrei ab 160€
- Rezepte inklusive
Option 2: Beim lokalen Jäger
- Regional
- Direkter Kontakt
- Nicht immer verfügbar
- Nicht alle Jäger verkaufen
Option 3: Metzger mit Wildabteilung
- Frische Beratung
- Oft teurer
- Begrenzte Auswahl
Grundsätzlich ja – mit Einschränkungen:
VORTEILE:
- Viel Protein (wichtig für Wachstum!)
- Viele Vitamine & Mineralstoffe (Eisen, Zink, B12)
- Keine Antibiotika/Hormone
ABER:
- Blei: Kinder sind empfindlicher. Unser Wild wird ausschließlich mit bleifreier Munition erlegt — bei Wild aus anderer Quelle lohnt die Nachfrage.
- Intensiver Geschmack: Manche Kinder mögen Wild nicht (starte mit Reh!)
- BfR-Empfehlung: Schwangere & Kleinkinder sollten vorsichtig sein
Empfehlung:
- Bei bekannter Herkunft und bleifreier Munition spricht nichts gegen Wild auf dem Kinderteller
- Für Fleisch insgesamt gilt die DGE-Empfehlung, altersgerecht angepasst
- Starte mit mildem Rehfleisch (z.B. Rehgulasch, Reh-Bolognese)
Ja, absolut!
Haltbarkeit:
- Gekühlt (7°C): 7 Tage
- Tiefgefroren (-18°C): 12 Monate
Tipps zum Einfrieren:
- Fleisch vakuumverpackt lassen (schützt vor Gefrierbrand!)
- Beschriften (Datum aufschreiben!)
- Portionsweise einfrieren (nur auftauen, was du brauchst)
- Langsam auftauen (24h im Kühlschrank, NICHT in Mikrowelle!)
Wichtig: Nach dem Auftauen innerhalb 24h verbrauchen – nicht wieder einfrieren!
Fazit: Wildfleisch ist gesund – mit Verstand genossen!
Wild ist ein mageres, nährstoffreiches Fleisch — hier die Punkte im Überblick:
Die Punkte im Überblick
- Proteinreich (20,6–22,4 g je 100 g)
- Fettarm (1,2–3,5 g je 100 g bei Reh und Hirsch)
- Wenig gesättigte Fettsäuren (1,3 g je 100 g)
- Gute Eisenquelle (Reh 3,0 mg je 100 g)
- Vitamin B12 (4,6 µg je 100 g)
- Keine Antibiotika, keine Masthormone
- Wildlebend, kein Kraftfutter
- Kein Futteranbau, kein Stall, kurze Wege
- Zu beachten: Bleimunition und regional Cäsium — siehe oben
ABER: Achte auf Qualität & Herkunft (Blei, Radioaktivität) – besonders bei Schwangeren & Kindern!
Unsere Empfehlung:
- Kaufe Wild bei seriösen Händlern (wie WEIDEWILD)
- Bleib bei Fleisch insgesamt im Rahmen der DGE-Empfehlung von 300–600 g pro Woche
- Variiere zwischen Hirsch, Reh, Sika
- Genieße es in Maßen
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Noch Fragen? Schreib uns an hallo@weidewild.de – wir helfen gerne weiter!
Guten Appetit & bleib gesund!
Vom Jäger, für Genießer – mit WEIDEWILD.
Quellen
- Nährwerte: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 4.0, Ausgabe 2025, Max Rubner-Institut, CC BY 4.0 — blsdb.de. Werte je 100 g rohes Fleisch.
- Fettsäureprofil von Wild: Cordain L. et al., European Journal of Clinical Nutrition 56, 181–191 (2002), PMID 11960292.
- Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Deutsche Gesellschaft für Ernährung — dge.de.
- Blei in Wildbret: Bundesinstitut für Risikobewertung, Stellungnahme vom 03.12.2010 und Neubewertung 2011 — bfr.bund.de.
- Hormonverbot in der EU: Richtlinie 96/22/EG, geändert durch 2003/74/EG.
- Antibiotika-Abgabemengen: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Stand: 30.08.2026. Wildbret ist ein Naturprodukt — die Werte schwanken je nach Tier, Alter, Jahreszeit und Äsung.


