Reh Burger grillen – saftige Wild-Burger mit Preiselbeeren

Reh Burger grillen – saftige Wild-Burger mit Preiselbeeren

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Reh Burger grillen – saftige Wild-Burger mit Preiselbeeren

Saftige Patties, Preiselbeeren, Käse und Rucola – so bringst du Wild unkompliziert, modern und grilltauglich auf den Burger.

Vorbereitung 25 Min
Garzeit 10 Min
Portionen 4 Burger
Schwierigkeit Einfach

Ein Reh-Burger ist der einfachste Einstieg in Wild vom Grill. Er hat ordentlich Charakter, bleibt mit etwas Fett in der Masse saftig und holt auch Gäste ab, die sonst nie freiwillig zu Wild greifen würden.

Preiselbeeren, Rucola und Brioche bringen Süße, Frische und Textur zusammen. Das Ergebnis: ein Burger, der rustikal wirkt, aber deutlich hochwertiger schmeckt als Standard-Hack vom Supermarkt.

Zutaten für 4 Burger

Für die Patties

  • 600 g Reh-Hackfleisch
  • 80 g kalte Butter, fein gewürfelt
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1 TL Worcestersauce

Für die Burger

  • 4 Brioche-Burger-Buns
  • 4 EL Preiselbeeren
  • 60 g Rucola
  • 8 Scheiben rote Zwiebel
  • 4 Scheiben Bergkäse oder milder Cheddar
  • 4 TL Mayonnaise

Zusätzlich

  • 1 TL Butter zum Anrösten der Buns
  • Optional: eingelegte Gurken
  • Optional: Süßkartoffelspalten oder Krautsalat als Beilage

Tipps vom Jäger

Reh-Burger klingen einfach – aber weil Rehfleisch extrem mager ist, gibt es ein paar Tricks, die den Unterschied machen:

Fettanteil im Patty ist entscheidend. Reines Rehfleisch hat nur 2–3 % Fett. Für einen saftigen Burger brauchst du mindestens 15–20 % Fettanteil. Mische entweder Butter, Speckwürfel oder gutes Olivenöl unter das Hack. Ohne diese Zugabe wird der Patty trocken – das ist kein Fehler von dir, sondern Physik.

Patties nicht zu fest pressen. Wildhack neigt dazu, fest zu werden, wenn man es zu stark komprimiert. Locker formen, in der Mitte eine kleine Mulde drücken (verhindert das Aufwölben auf dem Grill) und vor dem Grillen 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Das hält sie beim Wenden zusammen.

Nur einmal wenden. Patty auf den heißen Grill legen, 3–4 Minuten pro Seite, genau einmal wenden. Jedes zusätzliche Wenden lässt Saft entweichen. Unser Rehhack eignet sich perfekt für Burger – bereits fein gewolft und sofort verarbeitbar.

Kerntemperatur beachten. 58–62°C für medium, 65°C für durch. Bei Wild empfehle ich medium bis medium-well – bei 60–63°C. Ein Fleischthermometer ist hier Gold wert.

Variationen & Abwandlungen

Smash Burger mit Rehfleisch: Statt dicker Patties kleine Bälle formen und direkt auf der heißen Plancha plattdrücken (smash). So entsteht eine intensive Kruste bei minimalem Gargrad innen. Doppelt gestapelt mit Cheddar dazwischen – der beste Wild-Smash-Burger, den du je hattest.

Waldpilz-Burger mit Trüffelmayo: Reh-Patty mit gebratenen Steinpilzen oder Pfifferlingen toppen. Dazu eine Trüffelmayonnaise (Mayo + ein paar Tropfen Trüffelöl + Zitrone). Statt Preiselbeeren ein Arugula-Topping mit Parmesanspänen. Perfekt für den Herbst. Verwende unser Rehhack als Basis für die Patties.

Asia-Burger mit Ingwer-Soja-Glaze: Ins Rehgehackte frischen Ingwer, Frühlingszwiebeln und einen Schuss Sojasauce einarbeiten. Auf dem Grill mit einer Sojasauce-Honig-Glasur bestreichen. Im Brioche-Bun mit eingelegtem Rettich, Koriander und Sriracha-Mayo servieren. Klingt wild, funktioniert hervorragend.

Welches Stück vom Wild eignet sich am besten?

Für Burger brauchst du Hack – aber nicht jedes Stück vom Reh gibt gleich gutes Hack:

Schulter und Bug (unsere Empfehlung): Das meiste Burgerhack wird aus der Schulter gewolft. Sie hat ein gutes Verhältnis von Muskelfleisch und Bindegewebe, was dem Patty Struktur gibt. Unser Rehhack wird genau aus diesen Premium-Teilstücken hergestellt.

Keule: Ergibt feines, mageres Hack mit mildem Geschmack. Ideal für Leute, die den Wildgeschmack dezent mögen. Etwas teurer als Schulterhack, aber in der Qualität ein Tick besser.

Rücken im Hack? Unnötig. Der Rücken ist als Rehrücken am Stück viel besser aufgehoben. Im Hack geht seine Zartheit unter.

Tipp für extra Saftigkeit: 20 % Hirschhack untermischen. Hirschhack hat etwas mehr Eigengeschmack und eine minimal andere Textur – die Mischung ergibt einen komplexeren, runderen Burger.

Die perfekten Beilagen

Süßkartoffel-Pommes aus dem Ofen: In Stifte schneiden, mit Olivenöl, Paprikapulver und einer Prise Zimt würzen, bei 220°C 25 Minuten backen. Die natürliche Süße der Süßkartoffeln passt sensationell zu den Preiselbeeren auf dem Burger.

Klassischer Coleslaw: Weißkohl und Karotten fein hobeln, mit einem Dressing aus Mayo, Apfelessig, Senf und etwas Honig mischen. 30 Minuten durchziehen lassen. Der knackig-frische Coleslaw gibt dem reichen Burger einen erfrischenden Kontrast.

Grillmais mit Kräuterbutter: Maiskolben auf dem Grill neben den Patties mitgrillen, dann mit Kräuterbutter bestreichen. Einfach, schnell und ein klassischer Grill-Begleiter, der immer funktioniert.

Selbstgemachte Chips mit Rosmarin: Kartoffeln hauchdünn aufschneiden (Mandoline!), in 170°C heißem Öl frittieren, mit Meersalz und gehacktem Rosmarin bestreuen. Aufwändiger als Pommes, aber auf dem Teller ein Hingucker.

Welcher Wein passt dazu?

Spätburgunder (Pinot Noir) aus Baden: Ein deutscher Spätburgunder mit seinen Aromen von Kirsche und dezenter Würze ist der perfekte Begleiter zum Reh-Burger. Die feine Säure schneidet durch die Fettigkeit des Burgers, die Fruchtigkeit ergänzt die Preiselbeeren. Nicht zu schwer, nicht zu leicht – genau richtig.

Alternativ: Craft Beer – ein India Pale Ale (IPA): Wenn Wein nicht zum Grillabend passt, ist ein hopfenbetontes IPA eine exzellente Wahl. Die Bitterkeit und die Zitrusnoten kontrastieren den süß-sauren Preiselbeeren-Topping perfekt.

Häufige Fehler beim Wild-Burger vermeiden

Wildfleisch-Burger sind nicht schwer – aber es gibt Fehler, die fast jeder am Anfang macht:

Fehler 1: Zu magere Patties. Reh hat unter 3 % Fett. Ohne Fettzugabe wird der Burger trocken und bröselig. Mindestens 15 % Fett einarbeiten – kalte Butterwürfel sind die eleganteste Lösung, weil sie beim Grillen von innen schmelzen und den Patty saftig halten.

Fehler 2: Zu dünn formen. Ein Reh-Burger-Patty sollte mindestens 2 cm dick sein. Dünne Patties trocknen bei der Hitze sofort aus. Die Faustregel: lieber dicker und kürzer grillen als dünner und zu lang.

Fehler 3: Bun nicht rösten. Ein weiches Bun wird sofort matschig, sobald der saftige Patty draufliegt. Aufschneiden, mit etwas Butter in der Pfanne oder auf dem Grill rösten – 30 Sekunden, die den Burger retten.

Warum funktioniert Reh im Burger?

Weil Wildgeschmack hier nicht überfordert. Burger sind die niedrigschwelligste Art, Reh zu testen: vertraute Form, spannender Geschmack und genug Toppings, um neue Kunden an Wild heranzuführen.

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Zubereitung

Schritt 1: Patty-Masse vorbereiten (10 Min.)

Vermische Reh-Hackfleisch mit Butterwürfeln, Salz, Pfeffer, Senf und Worcestersauce nur kurz.

Forme daraus 4 Patties à etwa 170 g und drücke die Mitte leicht ein, damit sie sich auf dem Grill nicht wölben.

Saftigkeit trotz magerem Wild

Reh ist sehr mager. Die kleinen Butterwürfel schmelzen im Patty und machen ihn saftiger, ohne den Wildgeschmack zu erschlagen.

Schritt 2: Grill vorbereiten (5 Min.)

Heize den Grill auf etwa 220 °C vor. Reinige den Rost gut und öle ihn leicht ein, damit die Patties sauber lösen.

Mittlere bis starke Hitze reicht völlig – du willst Röstaromen, aber kein verbranntes Äußeres.

Schritt 3: Patties grillen (8–9 Min.)

Grille die Reh-Patties 4–5 Minuten auf der ersten Seite. Wende sie vorsichtig und grille weitere 3–4 Minuten.

Lege in der letzten Minute den Käse auf, damit er sauber anschmilzt.

Kerntemperatur für Wild-Burger

58–60 °C = saftig und leicht rosa
61–63 °C = medium bis durch
Gerade bei Wildhack lohnt sich kontrollierte Temperatur statt Schätzen.

Schritt 4: Buns rösten (1 Min.)

Bestreiche die Schnittflächen der Buns dünn mit Butter und röste sie 30–60 Sekunden an, bis sie leicht Farbe haben.

So bleiben sie stabil und saugen sich später nicht mit Sauce voll.

Schritt 5: Burger bauen

Bestreiche die unteren Bun-Hälften mit je 1 TL Mayonnaise. Darauf kommen Rucola, Patty, Preiselbeeren und rote Zwiebel.

Der Mix aus würzig, süß und frisch macht genau den Unterschied zwischen normalem Burger und Wild-Burger mit Profil.

Hier sitzt der Kauf-Trigger

Wenn du Burger mit Wild regelmäßig machen willst, ist Rehhack vom Jäger die flexibelste Basis – alternativ gehen die Hirsch-Burger-Patties noch schneller.

Schritt 6: Direkt servieren

Reh-Burger schmecken am besten frisch vom Grill. Wenn du mehrere Burger machst, lass die Patties kurz an einer warmen indirekten Stelle ruhen, aber nicht zu lange.

Dazu passen Süßkartoffelspalten, Krautsalat mit Apfel oder eingelegte Gurken – rustikal, aber modern.


Tipps & Tricks für perfekte Reh-Burger

Wie bleiben Reh-Burger saftig?

Weil Reh sehr mager ist, hilft ein kleiner Fettanteil in der Masse – hier über kalte Butterwürfel. Außerdem solltest du die Patties nicht zu lange grillen und die Kerntemperatur im Blick behalten.

Kann ich statt Rehhack auch Hirsch-Patties verwenden?

Ja, absolut. Für maximale Einfachheit funktionieren die Hirsch-Burger-Patties hervorragend. Wenn du selbst formen willst, ist Rehhack die bessere Wahl.

Welche Toppings passen zu Wild-Burgern?

Sehr stark sind Preiselbeeren, Rucola, rote Zwiebel, milder Käse und etwas Mayo. Alles, was Süße und Frische bringt, balanciert den kräftigen Wildgeschmack gut aus.

Kann ich Reh-Burger auch in der Pfanne machen?

Ja. Eine schwere Gusseisenpfanne funktioniert sehr gut. Für Röstaromen und das Grillgefühl ist der Grill trotzdem die stärkere Variante.

Welche Beilage passt am besten dazu?

Süßkartoffelspalten, Maiskolben, Krautsalat oder eingelegte Gurken sind ideale Begleiter. Sie halten den Burger sommerlich und nicht zu schwer.

Wichtigster Tipp zum Schluss

Wild lebt von Präzision statt Überwürzung. Gute Fleischqualität, saubere Temperaturführung und etwas Ruhe nach dem Grillen machen bei Reh den größten Unterschied.


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