Reh Spieße grillen – mediterrane Wildspieße mit Rosmarin

Reh Spieße grillen – mediterrane Wildspieße mit Rosmarin

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Reh Spieße grillen – mediterrane Wildspieße mit Rosmarin

Mediterran mariniert, schnell gegrillt und ideal für den Sommer – so werden Reh-Spieße saftig, würzig und alltagstauglich.

Vorbereitung 25 Min
Garzeit 10 Min
Portionen 4 Personen
Schwierigkeit Einfach

Reh-Spieße sind perfekt, wenn Wild unkompliziert auf den Grill soll. Kleine Stücke nehmen Marinade gut an, garen schnell und passen ideal in die Grillsaison, wenn niemand stundenlang in der Küche stehen will.

Mediterran mit Rosmarin, Knoblauch und Gemüse wird aus Reh ein sommerliches Gericht mit richtig viel Aroma. Wichtig ist nur: nicht zu lange grillen, denn mageres Wild verzeiht Übergarung nicht.

Zutaten für 4 Personen

Für die Spieße

  • 700 g Rehkeule oder Rehschulter, pariert
  • 1 kleine Zucchini (ca. 180 g)
  • 1 rote Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 12 kleine Holz- oder Metallspieße

Für die Marinade

  • 4 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Zitronenabrieb
  • 1 TL Rosmarin, fein gehackt
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL mildes Paprikapulver

Beilagen

  • Gegrilltes Ciabatta
  • Kräuterjoghurt
  • Couscous-Salat mit Gurke und Minze
  • Ofenkartoffeln mit Zitronenquark

Tipps vom Jäger

Reh-Spieße klingen einfach, aber ein paar Details machen den Unterschied zwischen trockenem Fleisch und saftig-aromatischen Grillspießen:

Fleisch nicht zu klein schneiden. Etwa 3 cm große Würfel sind ideal. Kleinere Stücke trocknen am Grill schnell aus – und Rehfleisch ist ohnehin sehr mager. Lieber etwas größer schneiden und die Garzeit leicht verlängern, als zu kleine Stücke zu verbrennen.

Marinierzeit einhalten. Mindestens 30 Minuten, besser 1–2 Stunden. Über Nacht geht auch, aber dann die Säure (Zitrone) etwas reduzieren. Das Olivenöl in der Marinade schützt das magere Fleisch vor dem Austrocknen.

Direkte Hitze, kurze Zeit. Reh ist kein Schweinenacken, der stundenlang am Grill liegen kann. 8–10 Minuten bei hoher Hitze, regelmäßig wenden – fertig. Die Spieße sollten innen noch leicht rosa sein, dann sind sie perfekt.

Holzspieße vorher wässern. Mindestens 30 Minuten in Wasser einlegen, sonst verbrennen sie am Grill. Alternativ sind Edelstahlspieße die bessere Wahl – einmal kaufen, immer verwenden. Bei unserem Rehgulasch sind die Würfel bereits ideal geschnitten und lassen sich perfekt auf Spieße stecken.

Variationen & Abwandlungen

Asiatische Variante mit Erdnuss-Satay: Statt der mediterranen Marinade das Rehfleisch in einer Mischung aus Sojasauce, Sesamöl, Limettensaft, Ingwer und Knoblauch marinieren. Dazu eine Erdnuss-Satay-Sauce zum Dippen – der süßlich-nussige Geschmack harmoniert überraschend gut mit dem feinen Wildaroma.

Tex-Mex-Spieße mit Jalapeño: Rehwürfel mit Jalapeño-Ringen, Maiskolben-Scheiben und roten Zwiebeln aufspießen. Als Marinade: Limettensaft, Kreuzkümmel, geräuchertes Paprikapulver und Koriander. Dazu eine frische Avocado-Crema servieren.

Herbstliche Variante mit Kürbis: Statt Zucchini und Paprika Hokkaido-Kürbis-Würfel und Champignons verwenden. Etwas Salbei in die Marinade geben. Die Kürbis-Stücke vorher 5 Minuten in der Mikrowelle garen, damit sie zeitgleich mit dem Fleisch fertig werden. Ideal mit unserem marinierten Rehsteak – einfach in Würfel schneiden und aufspießen.

Welches Stück vom Wild eignet sich am besten?

Für Wildspieße brauchst du ein Stück, das zart genug ist, um bei kurzer Grillzeit nicht zäh zu werden, aber fest genug, um auf dem Spieß Halt zu finden.

Keule (unsere Empfehlung): Die Rehkeule liefert festes, gleichmäßiges Fleisch, das sich perfekt in Würfel schneiden lässt. Es ist etwas kräftiger im Geschmack als der Rücken und verzeiht auch 1–2 Minuten mehr am Grill. Unser Rehgulasch besteht aus bereits pariertem Keulenfleisch – ideal für Spieße.

Schulter: Etwas mehr Bindegewebe, aber bei kurzer Grillzeit (unter 10 Minuten) kein Problem. Durch die leichte Marmorierung sogar etwas saftiger als die Keule. Gut geeignet für größere Spießwürfel.

Rücken: Das Premiumstück – extrem zart und mild. Für Spieße fast zu schade, aber wenn du Gäste beeindrucken willst, ist Rehrücken in dicke Medaillons geschnitten und auf Spieße gesteckt das Nonplusultra.

Weniger geeignet: Hals und Bug sind für Spieße zu bindegewebsreich – die brauchen lange Garzeiten und sind besser im Schmortopf aufgehoben.

Die perfekten Beilagen

Griechischer Bauernsalat: Gurke, Tomate, rote Zwiebel, Oliven und Feta mit einem einfachen Dressing aus Olivenöl und Zitrone. Die Frische des Salats kontrastiert perfekt mit den rauchigen, kräuterigen Spießen. Ein mediterranes Komplettpaket.

Fladenbrot mit Kräuterbutter: Selbstgemachtes oder gutes gekauftes Fladenbrot kurz auf dem Grill aufgewärmt, dazu eine Rosmarinbutter. Das Brot eignet sich außerdem perfekt zum Auftunken des Marinadensafts, der beim Anrichten auf den Teller tropft.

Couscous-Salat mit getrockneten Tomaten: Couscous mit getrockneten Tomaten, Pinienkernen, frischer Minze und Zitrone. Leicht, schnell gemacht und passt zum mediterranen Grundcharakter der Spieße. Kann gut vorbereitet werden, wenn Gäste kommen.

Gegrillte Maiskolben: Maiskolben auf dem Grill neben den Spießen mitgrillen, dann mit Butter, Limette, Chiliflocken und etwas geriebenem Parmesan servieren. Einfach, aber ein Highlight auf jedem Grillteller.

Welcher Wein passt dazu?

Rosé aus der Provence – Der Klassiker zum mediterranen Grillabend. Ein trockener Rosé mit Aromen von Erdbeere und Kräutern der Provence ergänzt die Rosmarin-Marinade perfekt und ist leicht genug für warme Sommerabende. Ein Côtes de Provence oder ein Tavel sind ideale Begleiter.

Leichter Rotwein: Côtes du Rhône oder junger Chianti – Wer lieber Rot trinkt, greift zu einem fruchtigen, nicht zu tanninreichen Roten. Ein Côtes du Rhône mit seinen Noten von roten Beeren und Kräutern passt hervorragend zu den mediterranen Aromen. Alternativ ein junger Chianti Classico – seine dezente Säure harmoniert wunderbar mit dem Zitronenabrieb in der Marinade.

Warum sind Reh-Spieße so grilltauglich?

Weil kleine Würfel schnell und gleichmäßig garen. Genau das macht Spieße ideal für mageres Wild: kurze Garzeit, viel Oberfläche für Marinade und volle Kontrolle am Rost.

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Zubereitung

Schritt 1: Fleisch und Gemüse schneiden (10 Min.)

Schneide das Rehfleisch in gleichmäßige Würfel von etwa 3 cm. Zucchini, Paprika und Zwiebel schneidest du in ähnlich große Stücke, damit alles gleichmäßig gart.

Gerade bei Spießen entscheidet die Gleichmäßigkeit darüber, ob das Fleisch saftig bleibt oder einzelne Stücke austrocknen.

Schritt 2: Marinade anrühren (5 Min.)

Verrühre Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer und Paprikapulver.

Hebe das Rehfleisch darin vorsichtig unter und lasse es 30–60 Minuten ziehen.

Nicht zu lange marinieren

Über Nacht solltest du Reh für dieses Rezept nicht marinieren. Die Säure arbeitet bei magerem Wild sonst zu stark und die Oberfläche wird schnell weich.

Schritt 3: Spieße stecken (5 Min.)

Stecke Fleisch und Gemüse abwechselnd auf die Spieße. Drücke die Zutaten nicht zu eng zusammen, damit die Hitze rundherum arbeiten kann.

Wenn du Holzspieße verwendest, diese vorher wässern, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen.

Schritt 4: Grill vorbereiten (5 Min.)

Heize den Grill auf 220–230 °C vor. Die Spieße brauchen saubere direkte Hitze, aber keine offenen Flammen von unten.

Ein sauber gereinigter Rost verhindert, dass die marinierten Würfel festkleben.

Warum offene Flammen problematisch sind

Marinade mit Öl tropft leicht ab und kann Stichflammen erzeugen. Bei magerem Wild ist das gefährlich, weil die Oberfläche zu schnell dunkel wird, bevor das Innere fertig ist.

Schritt 5: Spieße grillen (8–10 Min.)

Grille die Reh-Spieße insgesamt 8–10 Minuten und wende sie dabei mehrmals.

Das Fleisch soll außen Farbe bekommen, innen aber noch saftig bleiben. Lieber einen Spieß testweise früher herunternehmen und anschneiden, statt alle zu lange liegen zu lassen.

Besser leicht unter als trocken

Reh verzeiht zu viel Garzeit nicht. Wenn du hochwertige Würfel vom Rehfleisch vom Jäger nutzt, reicht oft schon ein kurzer Garweg für ein starkes Ergebnis.

Schritt 6: Kurz ruhen lassen und servieren

Lass die Spieße etwa 2 Minuten ruhen. Dann direkt servieren, gern mit etwas grobem Salz und ein paar frischen Rosmarinnadeln darüber.

Dazu passen Kräuterjoghurt, Ciabatta oder Ofenkartoffeln – so wird aus dem Grillgericht schnell ein kompletter Sommerabend.


Tipps & Tricks für perfekte Reh-Spieße

Welches Stück vom Reh eignet sich für Spieße?

Am besten funktionieren mager zugeschnittene Stücke aus Keule oder Schulter. Wenn du bereits gewürfeltes Fleisch möchtest, lässt sich auch Rehgulasch sehr gut als Spießfleisch nutzen.

Wie lange sollte ich Reh-Spieße grillen?

In der Regel reichen 8 bis 10 Minuten bei mittlerer bis starker Hitze. Wichtig ist mehrmaliges Wenden und ein wachsames Auge, damit das Fleisch saftig bleibt.

Kann ich die Spieße vorbereiten?

Ja. Du kannst Fleisch und Marinade vorab ansetzen und die Spieße einige Stunden vorbereitet im Kühlschrank lagern. Grillen solltest du sie aber erst kurz vor dem Servieren.

Welche Marinade passt zu Reh?

Sehr gut funktionieren mediterrane Aromen wie Rosmarin, Knoblauch, Zitrone und etwas Thymian. Zu schwere oder zu süße Marinaden überdecken den feinen Wildgeschmack eher.

Was passt als Beilage zu Reh-Spießen?

Kräuterjoghurt, Couscous-Salat, Ciabatta oder Ofenkartoffeln sind ideal. Für größere Grillabende lohnt sich zusätzlich ein Grill & Pfanne Paket mit weiteren Cuts.

Wichtigster Tipp zum Schluss

Wild lebt von Präzision statt Überwürzung. Gute Fleischqualität, saubere Temperaturführung und etwas Ruhe nach dem Grillen machen bei Reh den größten Unterschied.


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